Katalin Deér wurde 1965 in Palo Alto, Ca, USA, geboren. Sie studierte an der Hochschule der Künste in Berlin und war 1996 Meisterschülerin in der Klasse von Lothar Baumgarten. Nach dem Studium hielt sie sich zunächst in New York auf, seit 2003 lebt und arbeitet die Künstlerin in St. Gallen.
Bekannt geworden ist sie mit Fotografien, eigentlich aber ist sie Bildhauerin. In Amden zeigt sie in einem einfachen Holzhaus eine vor Ort, in einem aufwändigen handwerklichen Prozess hergestellte Bodenarbeit aus geschliffenem und poliertem Stuckmarmor.
Stuckmarmor hatte seine Blütezeit im späten Barock und wurde zunächst vor allem im sakralen Bereich eingesetzt, war danach aber auch in der Gründerzeit und im Jugendstil ein für den dekorativen Innenausbau von Repräsentationsbauten wichtiger Baustoff. In der Moderne wird Stuckmarmor kaum mehr verwendet.
Die in Amden zusammen mit Bruno Lombardi, Stuckateur, und eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen hergestellte Platte ist, wie die Künstlerin sagt, «fremd an diesem Ort». Aus dieser Differenz und ihrer Gestalt schöpft die Arbeit ihre ästhetische Bedeutung.
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